Andere Menschen und äußere Einflüsse: So bleiben Sie gelassen beim Abnehmen.

Für viele von uns ist es schwierig, im Alltag mit den Äußerungen anderer zurechtzukommen - insbesondere beim Abnehmen.Lesen Sie hier, wie Sie selbst reagieren können und warum Ihnen auch Zeitungen und andere Medien dabei total egal sein dürfen.

Andere reden über Diät. Übers Abnehmen. Und das sie Sport machen um sich gewichtsmäßig einigermaßen halten zu können.

Wieder andere unterhalten sich darüber, dass sie ja ständig im Vorbeigehen an der Keksdose naschen. Und anschließend das Abendessen weglassen um das irgendwie wieder auszugleichen.

Ich denke:

"Oh, der arme (die arme). Hat auch kein schönes Leben so."

Gleichzeitig bin ich immer ehrlich gesagt dabei froh, wenn mein Gegenüber nicht weiß, was ich beruflich mache.

Ehrlich gesagt halte ich mich bei sowas gern bedeckt. Bin immer "Bürokauffrau" falls mich jemand fragt. Nix gegen Bürokauffrau, bin ich ja auch, sitze ja auch ganz oft an meinem Computer und tippe sowas, was Sie jetzt gerade lesen.

Nicht, dass ich mich schäme, anderen Menschen zu zeigen, wie man ohne Diät schlank werden kann.

Aber ... wenn das einmal rauskommt ist mein Abend/der Tag dahin:Dann gibt es nur noch dieses Thema. Jeder will alles von mir wissen und am besten komprimiert in gefühlten 500 Minuten. Und weglassen will mich dann auch keiner mehr.

Ich trau mich dann schon kaum, mal zu sagen, dass ich mal kurz aufs Klo muss ...

Na ja ...

Vor einiger Zeit hat eine Leserin im Forum gepostet, sie wisse nicht, wie sie damit umgehen solle, wenn andere "darüber" reden.

Ich kopiere das mal hier rein was sie genau geschrieben hat:

Ein grosses Problem sind für mich jeweils die äusseren Einflüsse. Sei dies aus den Medien oder von Freunden. Gerade gestern war ich mit einem Kollegen auf ein Glas Wein als dieser plötzlich begann darüber zu sprechen, dass er eben schon schauen müsse, was er esse. Aber er mache ja genügend Sport, so könne er gut ab und zu über die Stränge schlagen.

Er wolle aber einfach nicht zunehmen und so achte er sehr darauf, jeweils von dem und dem nicht zu viel zu essen. Und so ging es dann eine kurze Weile weiter. Was sage ich in so einem Moment? Wie soll ich mich da verhalten?

Tja, was antworten wir ihr da am besten?

Gut, ich bin ja immer für Ehrlichkeit. Hilft ja nichts, wenn ich hier herumschleime und Sie davon nichts lernen.

Also, ich würde so reagieren:

Aha. ... Mmh. ... Aha...

Irgendwann wird dann bestimmt auch mal ein anderes Thema kommen und da bin ich dann auch wieder mündlich mit dabei.

Wäre also vielleicht eine Lösung, einfach mal den Mund zu halten? Warum fühlen wir uns bei solchen Äußerungen überhaupt angesprochen?

Ich meine, wir müssen niemanden dazu bekehren, wie man sich richtig verhalten soll. Wir müssen auch nicht vor anderer Leute Türen kehren (vor unserer eigenen Tür ist genug, was man mal saubermachen könnte). Sie verstehen, was ich meine?

Grundsätzlich rate ich:

Seien Sie sie selbst. Wenn Sie der Meinung sind, Sie müssten dann tief Luft holen und anderen mal sagen, wo es langgeht dann machen Sie das.

Aber machen Sie sich auch auf Gegenwind gefasst.

Und vor allen Dingen: Machen Sie sich auf Wirkungslosigkeit gefasst. Solche Menschen erzählen nur davon, um von uns Beileid zu bekommen. Ein tiefes Mitgefühl über die unendlich schlimme Lage mit dem Gewicht und der Figur. Diese Menschen wollen von uns keinen Rat, wie man das besser oder richtig macht. Sie wollen nur unser Ohr, damit sie sich mal ausjammern können.

Und uns insgeheim damit zeigen, wie gut und toll sie sind, weil sie ständig diesen Kampf irgendwie ja durchhalten. Behalten Sie das im Hinterkopf. Und geben Sie im Notfall Mitgefühl.

Wenn Sie also der Meinung sind, Sie müssten solchen Menschen Ratschläge erteilen gehen Sie davon aus, dass Sie umsonst dafür Luft geholt haben.

Wenn Ihnen das bewusst ist - ok, dann hauen Sie rein in die Kerbe des Gewichtsproblems. Wenn Sie denken, dass Sie sich für sowas viel zu schade sind dann halten Sie den Mund und genießen einfach dennoch den Abend. Irgendwann (ja, wirklich, irgendwann!) ändert sich das Thema wieder und es geht ums Skifahren, das schlechte Wetter oder Frau Merkel.

Dann, ja dann können Sie voll loslegen ... und werden bestimmt einiges zu den Themen beisteuern können.

Ach ja, die Medien. Das TV. Die (Online-)Zeitungen.

Da gilt genau das gleiche. Meinen Sie, ich lese nicht mal in meiner Spiegel-Online-App? Da stehen dann auch so abstruse Schlagzeilen drin wie:

"Vitamin E macht Krebs. Schlucken sie im Himmels willen keine Nahrungsergänzung, sonst werden sie elendig früher verrecken".

Oder:

"64 kg nur mit Cola abgenommen. Olga erklärt ihr Abnehm-Geheimnis".

Was mache ich?
Ich denke:
Nichts.

Ich mache:
Klicke zurück um auf meinen Startbildschirm zu können und klicke dann meine App PME an (Progressive Muskelentspannung). Gönne mir 20 min. totale Entspannung. Und trenne mich gedanklich von solchem Schrott, der da verbreitet wird.

So, das mache ich.

Wie sollten Sie reagieren bei solchen Schlagzeilen?

Klicken Sie auch auf "zurück". Um Himmels willen klicken Sie auf "zurück"!!!! Zurüüückkkk!!

Tun Sie dann das, was Ihrer Seele gut tut. Und sei es nur, dass Sie gedanklich kurz darüber nachdenken, wie es ist, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Dann haben Sie kurz ein Lächeln auf dem Gesicht. Ja, ein Lächeln. Es geht Ihnen gut. Zumindest in diesem Moment. Und das schaffen keine Nachrichten und Magazine der Welt (und ehrlich gesagt auch keine neue Handtasche, Mädels. Fällt zwar schwer, das zuzugeben, ist aber so).

Dieses Lächeln schaffen übrigens nur Sie, mit dem einen Gedanken. Ist das nicht der Wahnsinn? Sie können das selbst steuern. Hach, ich liebe diese Welt. Sie auch?

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