Das passiert, wenn Sie Ihre Gefühle unterdrücken anstatt sie zu fühlen

Für die meisten von uns sind Gefühle wie Wut, Ärger, Hass etc. äußerst unangenehm – und zwar so unangenehm, das sie diese Gefühle unterdrücken anstatt sie bewusst zu fühlen. Dass das jedoch ganz gravierende Folgen nicht nur beim diätfreien Abnehmen hat sondern auch für die Gesundheit wissen nur wenige.

Jede Art von Gefühlen sollten gespürt und bewusst gefühlt werden – um dauerhaft gesund zu bleiben und Essen nicht als Ersatzmittel mißbrauchen zu müssen.

Wann unterdrücken wir eigentlich (negative) Gefühle?

Wir unterdrücken (bzw. verdrängen) negative Gefühle immer dann, wenn wir ihnen keinen Raum geben, sich zu entfalten. Hie ein paar Alltagsbeispiele dazu, wie so etwas tagtäglich abläuft:

  • Sie sind wütend und lassen Ihre ganze Wut an Ihrem Partner etc. aus.
  • Sie sind ärgerlich und gehen erst einmal eine Runde Joggen um sich abzureagieren.
  • Sie fühlen Hass, schämen sich für Ihre Gefühle und wenden sich angewidert schnell anderen Dingen zu.
  • Sie schlagen auf Ihre Kissen ein und schreien Schimpfworte, um sich wieder zu beruhigen.
  • Sie ärgern sich über jemanden und essen erst einmal ein Stück Schokolade.
  • Sie sind wütend, bemerken das, und versuchen sich nun einzureden, dass ja alles nicht so schlimm ist oder versuchen, etwas “Positives” daran zu finden.
  • Sie sind wütend und denken sich nur, dass Sie diesem Menschen es zum richtigen Zeitpunkt einmal “zeigen” werden.

Das alles ist Verdrängung bzw. Unterdrückung von Gefühlen – hier nur an den Gefühlen Ärger, Hass und Wut erklärt.

Obwohl wir uns – eigentlich – hinterher bei meinen Beispielen immer besser fühlen (z.B. nachdem wir unsere Wut unserem Gegenüber um die Ohren gehauen oder eine Reihe Schokolade gegessen haben), haben wir damit unser Gefühl nur verdrängt.

Das gilt für alle negativen Gefühle, wobei wir alle negativen Gefühle grundsätzlich in 3 Haupt-Gefühle einsortieren können:
Wut, Ärger und Hass.

Wir merken die Verdrängung daran, dass wir uns zwar – wie bei meinem Beispiel – im ersten Moment gut fühlen, doch wenn wir später wieder an diese wutauslösende Situation denken, spüren wir abermals die Wut in uns aufsteigen. Daran können wir erkennen: Wir verdrängen und unterdrücken unsere Gefühle!

Noch einmal: Die Wut ist hier nur ein Beispiel – es gilt auch für alle anderen Gefühle, mit denen wir so umgehen!

Die Folge von ständiger Verdrängung unserer Gefühle

Verdrängte Gefühle wandern stufenweise nach “unten”. Das bedeutet: Zunächst bemerken wir  das Gefühl (es ist in unserem Bewusstsein oder auch “Verstand” genannt). Wenn wir dann wie eben beschrieben reagieren und das Gefühl verdrängen wandert dieses verdrängte, nicht gelebte Gefühl eine Etage tiefer: In unser Unterbewusstsein. Das können wir daran bemerken, dass das Gefühl dann im ersten Moment scheinbar verschwunden ist. Es kommt erst wieder zum Vorschein, sobald wir uns  an die Situation erinnern. Im normalen Alltag bemerken wir dieses Gefühl jedoch nicht mehr.

Wenn wir nun weiterhin unser Gefühl verdrängen wandert dieses Gefühl noch eine weitere Etage tiefer: Ich nenne es das “Tiefenbewusstsein”. In diesem Stadium ist es dann auch sogar möglich, dass wir nachts in unseren Träumen von unseren verdrängten Gefühlen heimgesucht werden und die sich dann in diffusen Bildern uns zeigen.

Doch Vorsicht:
In der Regel erinnern wir uns nur sehr selten an unsere Träume. Das bedeutet, dass wir unsere nicht gelebten Gefühle so gut wie nicht bemerken, weil wir uns an unsere Träume entweder nicht mehr erinnern oder diese völlig falsch oder überhaupt nicht deuten.

Wenn wir nun in diesem Stadium immer noch nicht unsere Gefühle spüren (wollen) und uns diese bewusst machen, rutschen diese nicht gelebten Gefühle sprichwörtlich noch eine “Etage” tiefer: Bisher waren es “nur” Gefühle, nun wandern diese Gefühle in die sogenannte stoffliche Ebene: Wir beginnen, unseren Körper unangenehm zu spüren: Wir bemerken Schmerzen, verschiedene Symptome, die wir dann zu einer Krankheit zuordnen können (oder die als psychosomatisch gelten, wenn von ärztlicher Seite her kein spezifischer organischen Befund zugeordnet werden konnte).

Die langfristige Folge von nicht gelebten Gefühlen: Wir werden (körperlich) krank.

Hier sehen Sie, was passiert, wenn Gefühle nicht gespürt sondern immer unterdrückt werden

Hier sehen Sie, was passiert, wenn Gefühle nicht gespürt sondern immer unterdrückt werden

So funktioniert das Annehmen von Gefühlen

Auch für Ihre Abnahme hier mit Diätfrei Abnehmen ist es wichtig, dass Sie auch innerlich ausgeglichen sind. Der Grund: Alle nicht gelebten Gefühle werden in Ihnen gespeichert (wenn sie nicht bereits zusätzlich auch in Form einer Erkrankung nach “außen” gedrungen sind).
Diese Speicherung beeinflusst sehr wohl genauso, wie alle anderen Gewohnheiten und Überzeugungen das, was wir in unserem Leben erleben (und natürlich auch unser Gewicht – ganz wie ich es in Diätfrei Abnehmen geschrieben habe).

Daher ist es wichtig – nicht nur für Ihre Abnahme sondern auch für Ihre körperliche Gesundheit (und insbesondere dann, wenn Sie bereits krank sind!), dass Sie Ihre Gefühle annehmen und spüren – und zwar so lange, bis diese von selbst ohne Ihr Dazutun abgeklungen sind.

Dafür brauchen Sie weder jemanden anzuschreien noch einen Boxsack um sich abzureagieren, sondern Sie benötigen nur sich selbst

Sobald Sie bemerken, dass Sie Wut, Ärger oder Hass spüren gehen Sie in sich (das sollten Sie ohnehin öfters einmal tun!) und versuchen Sie ganz bewusst, das Gefühl zu spüren. Versuchen Sie Gefühle spüren um diätfrei abzunehmendabei, das Gefühl zu lokalisieren, in dem Sie in sich hineinhorchen und prüfen, wo Sie das Gefühl am stärksten spüren. Ein Gefühl kann sich auf unterschiedliche Arten zeigen:

  • Als eigentliches Gefühl (z.B. Wut, Hass, Ärger …)
  • Als plötzliches Unwohlsein in bestimmten Körperregionen.
  • Als Druckgefühl, Knoten-Gefühl, ein “Schlag in die Magengrube-Gefühl” oder Nervosität.
  • Als Herzklopfen, -rasen oder -stolpern.

Bleiben Sie dann bewusst so lange bei Ihrem Gefühl und spüren Sie es.

Sie spüren ein Gefühl, in dem Sie Ihre Aufmerksamkeit ganz bewusst und ohne Ablenkung darauf richten.

Bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit so lange bei dem Gefühl bis es sich aufgelöst hat. Das kann durchaus einige Minuten dauern.  Manchmal ist es dann immer noch nicht ausreichend gefühlt und aufgelöst. Dies ist dann der Fall, wenn Sie ein Gefühl bewusst spüren wollen, welches Sie bisher immer verdrängt haben. Dann kann es sein, dass Sie über mehrere Tage immer wieder bemerken, dass nach dem bewussten Fühlen sich dieses Gefühl wieder Tage später erneut zeigt.

In dem Fall spüren Sie jedes Mal, wenn dieses Gefühl erneut “anklopft” mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit hinein und geben ihm Raum, da zu sein. Dadurch geben wir dem Gefühl die Möglichkeit, aus den verschiedenen Ebenen wieder hochzukommen und in unserem Bewusstsein zu erscheinen. Bleiben Sie immer so lange dabei, bis Sie spüren, dass es sich das Gefühl ganz aufgelöst hat.

Übrigens: Sie müssen dafür weder meditieren noch irgendwo im stillen Kämmerlein sitzen – Ihre Innenwelt können Sie immer und jederzeit spüren: Egal, ob Sie gerade Kartoffel schälen, sich die Haare föhnen, Radio hören, beim Friseur sitzen oder den Rasen mähen.
In dem Moment, in dem Sie sich nach innen richten und in Ihren Körper spüren, können Sie nicht denken (wie wunderbar!). Sie können nicht gleichzeitig denken und fühlen – das funktioniert nämlich nicht. Damit sind Sie dann automatisch mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit bei der Sache.

Das müssen Sie noch wissen:
Wenn Sie jetzt bewusst mit dem Spüren der Gefühle beginnen, weil Sie das hier gelesen haben, beachten Sie, dass Sie durchaus einige Zeit benötigen werden, bis Sie wirklich immer ein Gespür dafür haben, was Sie gerade fühlen. Der Grund:

Bei den meisten von uns ist das Denken vorherrschend – und die Gefühle werden bereits gewohnheitsmäßig unterdrückt.

Bleiben Sie dabei, versuchen Sie wenigstens in dieser kommenden Woche so oft wie möglich, sobald Sie daran denken, in sich hinein zu spüren, und wenn es nur zunächst ein Gefühl ist, wie es sich anfühlt, auf dem Stuhl zu sitzen bzw. was für ein Gefühl es ist, wenn der Pullover auf dem Körper aufliegt. Dadurch richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen und können dann zukünftig in gefühlsbeladenen Situationen viel schneller reagieren und Ihre Gefühle bewusst wahrnehmen.

Wenn Ihnen Ihr Abnahme und Ihre Gesundheit es wert sind, sollten Sie das Spüren, das bewusste Fühlen und Annehmen aller Gefühle ab sofort zu Ihrer Priorität machen.

Diätfrei Abnehmen funktioniert automatisch

Gefühle annehmen und zulassen wirkt in jeder Hinsicht positiv auf das Wohlbefinden!

Nicht gespürte Gefühle machen krank und dick, denn zum Unterdrücken der Gefühle verwenden die meisten Übergewichtigen das Essen: Da muss die Schokolade als Trost herhalten, weil man sich über eine bestimmte Person geärgert hat. Oder man greift zum Essen, um sich zu beruhigen, denn man fühlt sich wütend. Anstatt also die Gefühle zu spüren unterdrücken wir sie mit Essen (und fühlen uns anschließend noch mehr verärgert oder wütend … weil wir zum Essen gegriffen haben obwohl wir gar keinen Hunger hatten).

Sobald Sie jedoch beginnen, Ihre Gefühle bewusst zu spüren und hin- statt wegschauen, werden Sie das Bedürfnis nach Essen früher oder später nicht mehr in diesen gefühlsbeladenen Situationen spüren:
Sie benötigen dann zum Trost keine Schokolade mehr sondern essen die Schokolade wenn, dann nur weil Sie Hunger darauf haben und sie schmeckt. Das ist bereits einer der wichtigen Schritte hin zu einem natürlich schlanken Menschen.

Das lernen Sie mit keiner Diät, keinem Diätplan oder keinem Diät-Kurs (deshalb sind diese praktisch nie erfolgreich).
Dadurch ist das Programm von Diätfrei Abnehmen so einzigartig: Sie nehmen automatisch ab und erhöhen gleichzeitig Ihr Wohlbefinden in allen Lebenssituationen. 

Somit ist also das In-Sich-Hinein-Spüren eine perfekte Möglichkeit, die Abnahme zu fördern, das Gewicht später zu halten und gesund zu bleiben.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Wie reagieren Sie in gefühlsbeladenen Situationen? Was machen Sie, wenn Sie sich wütend, verärgert, gestresst etc. fühlen? Welche Erfahrungen haben Sie beim Spüren der Gefühle gemacht? Ich freue mich über Ihren Kommentar!

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