Selbst-Akzeptanz: Beim Abnehmen ein Erfolgsfaktor

Sich selbst zu akzeptieren, so wie man jetzt im Augenblick ist, ist wichtig, wenn man aus dem Teufelskreis von Ab- und wieder Zunehmen aussteigen möchte. Das gute Gefühl aus der Haltung der Selbst-Akzeptanz führt dazu, dass sich die gewohnheitsmäßige Lust auf Essen verringert und sich das Wunschgewicht auf natürliche Art diätfrei erreichen lässt.

Diaetfrei Abnehmen: Ich mag mich - Schritte zur Selbstakzeptanz

Immer wieder hört und liest man, dass man sich selbst nicht nur akzeptieren, sondern auch lieben soll. Dem spricht an und für sich nichts entgegen, denn nur wenn man sich selbst liebt, ist man imstande, diese Liebe auch an andere weiterzugeben. Doch die meisten Menschen sind von Eigenliebe weit entfernt – für viele von uns ist der Selbsthass leider näher als die Liebe sich selbst gegenüber.

Vielleicht sollten wir, ehe wir darüber nachdenken, wie wir uns selbst lieben können, zunächst die Selbst-Akzeptanz in unserem Leben integrieren. Von “sich selbst ablehnen/hassen” hin zu “sich selbst lieben” ist es ein viel größerer, längerer Schritt als zunächst zu schauen, was wir tun können, damit wir einfach uns akzeptieren, wie/was wir jetzt im Augenblick sind.

Sehen wir uns zunächst kurz an, was es bedeutet, sich selbst zu akzeptieren:

  • Selbst-Akzeptanz des eigenen Körpers, so wie er im Moment aussieht.
  • Selbst-Akzeptanz der eigenen Gedanken, so wie sie kommen und gehen.
  • Selbst-Akeptanz der eigenen Handlungen, so wie sie erscheinen und wir sie wahrnehmen.
  • Selbst-Akzeptanz der eigenen Gefühle, so wie sie in uns hochkommen.
  • Selbst-Akzeptanz darüber, wie wir uns und unseren Körper bewegen.
  • Selbst-Akzeptanz darüber, wie wir auf Dinge, Ereignisse und Situationen reagieren usw.

Selbst-Akzeptanz heißt also, sich selbst in allen Dingen und Belangen anzunehmen und nicht zu verurteilen. All das, was wir (als negativ an uns) verurteilen, verhindert sprichwörtlich die Selbst-Akezptanz.

Das Verurteilen können wir aufgeben, in dem wir uns fragen: Welchen Zweck verfolge ich, wenn ich mich selbst verurteile? Welche Vorteile sehe ich darin, mich zu verurteilen? Was bringt mir das in meinem Leben, wenn ich mich (meine Handlungen, meine Gedanken, meine Gefühle etc.) selbst verurteile?
Das könnten beispielsweise dann Antworten zu diesen Fragen sein, die Sie selbst finden, wenn Sie sich diese Fragen stellen:

  • Ich verspreche mir durch meine Selbst-Verurteilung, dass meine Handlungen/mein Aussehen/meine Gedanken/meine Gefühle besser werden.
  • Als Vorteil meiner Selbst-Verurteilung sehe ich, dass ich mich damit bestrafen kann.

Als Fazit können wir zu den eben genannten Antworten sagen: Wir fühlen uns schuldig, daher der Wunsch, sich selbst mit "Selbsthass" zu bestrafen.

Zudem denken wir, dass negative Dinge in unserem Leben erscheinen werden, wenn "wir uns nicht bessern" und endlich "besser aussehen", “positivere Gedanken denken” oder beispielsweise "gesünder essen".

Wir versprechen uns Vorteile, wenn wir uns selbst ablehnen.
Doch haben wir die Vorteile jemals erhalten?

Ich frage Sie: Haben wir jemals durch unsere Selbst-Ablehnung diese oben genannten Dinge wirklich dauerhaft erreicht:

  • Sind wir also durch die Selbst-Ablehnung (ja den sprichwörtlichen Selbst-Hass!) jemals hübscher, gesünder, erfolgreicher geworden?
  • Haben sich unsere Gedanken durch die Ablehnung der negativen Gedanken jemals gebessert?
  • Hat sich unsere Figur durch unsere Selbst-Ablehnung jemals wirklich dauerhaft zum Positiven verändert?
  • Sind unsere Handlungen jemals durch unsere Selbst-Ablehnung besser, wirkungsvoller, liebender, positiver geworden?
  • Haben wir unsere Mitmenschen aufgrund unserer mangelnden Selbst-Akzeptanz jemals dadurch besser behandelt?
  • Haben wir uns jemals weniger schuldig gefühlt nach dem wir uns mal wieder für irgendetwas verurteilt hatten?

Hat sich überhaupt irgendetwas für uns zum Positiven entwickelt durch unsere ablehnende Haltung uns und unserem Körper gegenüber?

Alleine, in dem wir hier über die Antworten ernsthaft nachdenken, hat unsere Selbst-Akzeptanz und unsere Selbst-Verurteilung eine Chance, sich aufzulösen. Und erst, wenn sich diese Dinge in uns durch die Erkenntnis aufgelöst haben, kann die Selbst-Liebe in uns aufkeimen und wachsen. Vorher nicht!

Wenn wir feststellen, dass wir durch mangelnde Selbst-Akzeptanz keine Vorteile in unserem Leben erreicht haben bzw. erreichen werden, können wir diesen Aspekt auf einmal ganz leicht loslassen!

Fakt ist: Sobald wir einsehen, dass wir durch unsere mangelnde Selbst-Akzeptanz (unseren Selbst-Hass) bisher nichts in unserem Leben erreicht haben bzw. verbessern konnten, können wir diesen loslassen. Wir sehen dann uns und all das, was wir tun, denken, fühlen usw. durch andere Augen.

Wir beginnen bereits dann, uns und unseren Körper selbst durch eine liebevollere Sichtweise zu begegnen. Die liebevollere Sichtweise auf uns, unseren Körper und all das, was damit zusammenhängt, wird auch nicht ohne Resonanz bleiben:

  • Dadurch, das wir dann automatisch unsere negativen Gedanken sein lassen, wie sie sind, lassen sie uns los.
  • Dadurch, das wir uns selbst akzeptieren, sind wir wir in der Lage, andere Menschen wirklich zu akzeptieren (so wie sie sind).
  • Dadurch, das wir uns selbst nicht mehr bekämpfen, lässt auch der Kampf (gegen und für alle möglichen Dinge) uns los.
  • Dadurch, dass wir unser Übergewicht auch nicht mehr ablehnen, hat das Übergewicht auch eine Chance, von uns loszulassen etc.

Fassen wir daher zusammen, mit welchen 3 Schritten wir zunächst zur Selbst-Akzeptanz gelangen. Der Schritt dann zur Selbstliebe ist im Verhältnis nur noch ein kleinerer Schritt. Doch zunächst sollte die Selbst-Akzeptanz unser wichtigstes Vorhaben sein. Nutzen Sie dafür diese 3-Schritte-Strategie zur Selbst-Akzeptanz:

1.

Nehmen Sie sich Zeit und beantworten sich selbst in aller Ruhe all die Fragen, die ich weiter oben gestellt habe.

2.

Prüfen Sie, wo Sie sich selbst persönlich mit mangelnder Selbst-Akzeptanz begegnen und überlegen Sie, wie Sie in solchen Situationen zukünftig reagieren wollen.

3.

Achten Sie in den kommenden 4 Wochen während der Danke-Übung (siehe Diätfrei Abnehmen – Buch) verstärkt auf Situationen, in denen Sie bereits Selbst-Akzeptanz gefühlt/gelebt haben und notieren diese mit zu den anderen Dingen, wofür Sie dankbar sind.

Selbst-Akzeptanz, die wir wahrscheinlich noch nie in unserem Leben richtig gespürt haben, braucht Zeit sich zu entwickeln. Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Sie können und sollten sich jeden kleinen Erfolg und Schritt in diese Richtung wirklich anerkennen – das ist ironischerweise auch bereits der 1. Schritt zur Selbst-Akzeptanz.

Es lohnt sich jedoch, Selbst-Akzeptanz aufzubauen, denn Selbst-Akzeptanz ist die Grundbedingung, sich selbst (und andere!) wahrhaft und bedingungslos akzeptieren und lieben zu können. Und nicht nur das – auch auf Ihr Gewicht wirkt sich Selbst-Akzeptanz äußerst positiv aus:

Mit Selbst-Akzeptanz können Sie gelassener gegenüber eigenen Schwächen sein und fühlen sich dadurch besser.

Durch das gute Gefühl sinkt gleichzeitig die gewohnheitsmäßige Lust auf Essen, ohne das körperlicher Hunger vorliegt.

Dadurch erreichen Sie, dass langfristig Ihr Gewicht nicht weiter steigt sondern sich auf Ihr natürliches Wohlbefinden einpendelt.

Mit Diätfrei Abnehmen erfolgreich Gewicht verlieren

Eine Übung zur Steigerung der eigenen Wertschätzung finden Sie übrigens auch auf der „Schlank in 5-Minuten“-Hörbuch CD. Bei Interesse hier schauen. Die Hörbuch-CD entstand auf vielfachen Wunsch vieler Leser und Leserinnen, die eine einfache Anleitung zur Durchführung der Übungen wünschten.

Der Vorteil: Hier hören Sie in einem entspannten Zustand einfach nur zu – dazu passende gedankliche Bilder und die dazugehörigen Gefühle entstehen dabei automatisch.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Selbst-Akzeptanz gemacht? Schreiben Sie mir – eine Kommentarfunktion befindet sich unten auf dieser Webseite. Nur Mut!

Bitte hinterlassen Sie ein Kommentar

Ihre Antwort