Was Loslassen beim Abnehmen bedeutet

Loslassen von Glaubenssätzen und Überzeugungen ist im Programm von Diätfrei Abnehmen ein ganz wichtiger Faktor, um dauerhaft ohne Diät schlank werden und es bleiben zu können. Warum erfahren Sie hier!

Das Loslassen der Glaubenssätze ist der 1. Schritt zu einem neuen Leben ganz ohne Gewichtsprobleme. Dafür benötigen Sie nichts anderes, als die Informationen über das Loslassen nebst der einfachen 3-Frage-Technik, wie in Diätfrei Abnehmen ziemlich ausführlich beschrieben.

Heute möchte ich noch ein Stück weiter ausholen:
Loslassen bedeutet nicht nur, sich von “alten Zöpfen” in Form der fest eingefahrenen Meinungen und Überzeugungen von etwas zu trennen. Wie Sie bestimmt schon wissen, können Sie die Dinge, die Sie loslassen (also nicht mehr haben möchten) wollen, nur dann loslassen, wenn Sie sie vorher bewusst annehmen.

Erinnern Sie sich noch an mein “Mülltonnen-Beispiel” aus Diätfrei Abnehmen?

Wir können den Müll erst in die Tonne befördern, wenn wir ihn erst angenommen (= in die Hand genommen) haben um ihn dann in die Tonne fallen zu lassen – hatte ich dort beschrieben. 

Annehmen und Loslassen von Glaubenssätzen ist beim diätfreien Abnehmen wichtig


Wenn Sie sich an dieses ausführliche Beispiel nicht mehr erinnern können, empfehle ich, in Diätfrei Abnehmen das Kapitel 30 noch einmal zu lesen.

Nun bedeutet das ja grundsätzlich: Ohne Annehmen funktioniert kein Loslassen. Um noch einmal deutlich hervorzuheben, was das Annehmen überhaupt bedeutet, hier ein paar Beispiele:

  • Bewusst hinsehen ohne Bewertung/Beurteilung in “gut” oder “schlecht” oder Ähnliches.
  • Akzeptieren, was ist – ohne Hintergedanken, irgendetwas mit dem Akzeptieren erreichen zu wollen.
  • Bewusst das fühlen, was da ist – ebenfalls ohne zu bewerten.

Das bedeutet also nicht nur bei Glaubenssätzen die Sie loslassen möchten, dass Sie diese vorher annehmen müssen. Das bedeutet auch, dass Sie in allen Lebenslagen die Dinge annehmen sollten, um möglichst wenig Widerstand zu erfahren.

Widerstand im Leben äußerst sich z.B. durch:

  • Probleme und Schwierigkeiten aller Art …
  • gesundheitliche Probleme, Gewichtsprobleme etc.
  • Stress, “negative” Gefühle …

Das bedeutet wieder:

Wenn Sie sich aufgrund Ihres augenblicklichen Gewichts z.B. traurig/schlecht/mies oder auch minderwertig/hässlich/schuldig etc. fühlen, sollten Sie diese Gefühle zunächst annehmen. Viele von uns tun aber genau das nicht, sondern sie versuchen diese Gefühle zu verdrängen in Form von positiven (!) Gedanken, Ablenkungen (TV, Buch, Zeitung, Ausgehen, Geld ausgeben …), aber:

Das funktioniert nicht!


Alles, was Sie nicht annehmen, können Sie nicht loslassen/verändern.

Außerdem können Sie Gefühle nur für eine gewisse Zeit mit irgendwelchen Ablenkungen oder positiven Suggestionen unterdrücken – aber diese Dinge wirken dennoch im Leben als perfekte “Programmierer” – wie in Diätfrei Abnehmen beschrieben.

Wir brauchen uns da dann über ein vermeintlich “bescheidenes Leben” nicht zu wundern!

Grundsätzlich gilt also: Wenn Sie sich nicht gut fühlen (sei es, wegen dem Gewicht oder wegen irgendetwas anderem) dann gilt es, diese Gefühle auch bewusst zu fühlen und zu spüren (andere nennen das “ausleben”, aber hiermit meine ich nicht, Wut an irgendjemandem abzureagieren, nur das Sie mich nicht falsch verstehen!).


Auch negative Gefühle (egal welche!) müssen
gefühlt und gespürt werden.

Sobald Sie diese unterdrücken, bleiben diese so lange in Ihrem Unterbewusstsein gespeichert, bis Sie diese “angesehen” und gefühlt haben.

Noch einmal weil es so wichtig ist, bitte genau lesen:

Negative Gefühle (und die Auswirkungen) bleiben so lange in Ihnen, bis Sie diesen negativen Gefühlen und Gedanken die Chance geben, angesehen und gespürt zu werden.

Wenn Sie das nicht tun und sie unterdrücken bzw. “nicht wahrhaben wollen”, können nicht nur Gewichtsprobleme (durch das Kompensieren dieser Gefühle durch Essen) sondern auch gesundheitliche Probleme entstehen.

Daher möchte ich mich hier einmal ganz klar distanzieren von all dem "aufgesetzten positiven Denken", welches grundsätzlich nicht hilft sondern das genaue Gegenteil verstärkt.

Das ist zu tun:

Wenn Sie sich schlecht fühlen aufgrund Ihres jetzigen Körpergewichts dann hilft es nicht, dieses Gefühl mit “positiven” Gedanken zu unterdrücken oder in ein “schlankes Sein” – wie in Diätfrei Abnehmen beschrieben – zu schlüpfen (das funktioniert sowieso nicht!).

Bevor Sie irgendetwas anderes tun können, müssen Sie diesem Gefühl in sich Raum geben, in dem Sie diesem Gefühl bewusst Ihre Aufmerksamkeit widmen – ganz ohne Bewertung, ganz ohne Beurteilung, frei von irgendeinem Ziel dabei.

In dem Sie diese negativen Gefühle bewusst spüren und diese dadurch “ansehen”, gestatten Sie diesen Gefühle, da zu sein. Es kann sein, dass schon ein Zeitraum von 1 Minute dafür ausreicht, es kann aber auch sein, dass Sie dafür eine deutlich längere Zeit benötigen.

Sie merken anhand einer deutlichen Erleichterung, wenn das Gefühl von Ihnen ausreichend erlebt (und damit losgelassen) worden ist. Sie werden dann auch bemerken, dass Sie dann das Gefühl auf einmal nicht mehr fühlen können (weil Sie es durch Ihre Aufmerksamkeit aufgelöst haben).

Das Schöne hieran: Damit lassen Sie negative Gefühle auch gleichzeitig los (weil im Annehmen bereits das Loslassen enthalten ist, ist das nicht toll?!).

Ich fasse zusammen: Annehmen (in Verbindung mit dem Loslassen) ist nicht nur wichtig bei Ihren Überzeugungen sondern beginnt schon im Alltag bei Ihren Gedanken und Gefühlen! Alles klar?

Wie sind Ihre Erfahrungen dazu?

Haben Sie auch schon einmal versucht, negative Gefühle zu unterdrücken? Wie ist es Ihnen dabei ergangen? Haben Sie auch schon die hier vorgestellte Variante des Annehmens und Spürens von negativen Gefühlen ausprobiert? Wie sind Ihre Erfahrungen dazu? Ich freue mich über Ihren Kommentar (die Kommentarfunktion befindet sich am Ende der Seite). Nur Mut!

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